Jahresgruppe - Seminare Jahr 2

Eine Übersicht aller Seminartermine finden Sie unter Infos.

19. - 21. März 2021  |  Dozent: Ulfried Geuter

Die Praxis der Körperpsychotherapie erweitert das therapeutische Gespräch um die Möglichkeit, Erfahrungen verkörpert zu erleben. Menschen haben oft Schwierigkeiten, ihren Körper zu besitzen, ihn zu bewohnen oder mit ihm handelnd in die Welt zu gehen.

Körperpsychotherapie hilft mit vielfältigen Methoden, in das körperliche Erleben zurückzufinden, zum Beispiel indem wir Gedanken oder Bildern in einer Verkörperung nachspüren, und sie kann im Handeln neue Möglichkeiten entdecken und erproben. In dem Seminar sollen entsprechende Methoden und Möglichkeiten auch am eigenen Leib erfahren werden.

14. - 16. Mai 2021  |  Dozentin: Silke Witt-Wulf

In jedem Menschen steckt die Fähigkeit, Lust, Erotik, Liebe und Lebendigkeit im Körper zu spüren und zu genießen. Viele haben jedoch den Zugang zu ihrem Körper und den eigenen Gefühlen ganz oder teilweise verloren. Dies führt zu einer oft großen Diskrepanz zwischen den Vorstellungen und Wünschen von körperlichem Wohlgefühl und erfüllter Sexualität und der tatsächlich gelebten Sinnlichkeit und Lust.

Das dialogische Prinzip im körperpsychotherapeutischen Prozess bedeutet, Worte zu finden für erlebte Körperempfindungen und aufkommende Gefühle. Durch verschiedene körpertherapeutische Angebote können leib-seelische  Bedürfnisse differenzierter erspürt  und benannt werden, körperlich gespeicherte Erinnerungen zugänglich werden und Sinnlichkeit und Lust Raum bekommen. So entsteht eine Sprache für die Selbstwahrnehmung und die eigene Intimität.

Ideen des Approche sexocorporel, einer körperorientierten Sexualberatung, können experimentell erforscht werden, wie zum Beispiel die doppelte Schaukel des wellenförmigen Erregungsmodus. Sinnesempfindungen über den Haut- und Körperkontakt sind die ersten Erfahrungen des werdenden Menschen. In diesem Seminar wird es in der Selbsterfahrung Raum geben, die Sinnlichkeit unserer Hülle zu erspüren.

25. - 27. Juni 2021  |  Dozent: Ulfried Geuter

In Enactmens machen sich oft Muster des Erlebens, Denkens und Handelns in Beziehungen bemerkbar. Mit einer aktiven szenischen Arbeit können wir an solchen Mustern arbeiten, indem Patienten in der Therapie etwa eine Lebenserfahrung, einen Konflikt oder einen Traum szenisch darstellen oder einen bewegten Dialog mit eigenen inneren Anteilen, einem Symptom oder einem imaginierten anderen führen.

In der Interaktion mit dem Therapeuten lassen sich Beziehungsmuster oder Übertragungen in Handlungsdialogen erkunden. In dem Seminar wird dieses Behandlungsprinzip erläutert und praktisch erprobt.

3. - 5. September 2021  |  Dozentin: Margit Koemeda-Lutz

Ängste und Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. In diesem Seminar wird ein Überblick über ihre Symptomatik, Ätiologie und Verlaufsformen gegeben. Im Zentrum aber soll die Behandlung von konkreten Fällen stehen.

Die Teilnehmer/innen sind gebeten, Berichte von eigenen Patient/innen mit entsprechenden Störungen mitzubringen. Super- und intervisorische Arbeit wechselt sich mit Übungssequenzen ab, die einen Bezug zu affektiven Störungen aufweisen.

15. - 17. Oktober 2021  |  Dozent: Norbert Schrauth

Die Psychoanalyse hat über Jahrzehnte nicht nur den Körper, sondern auch das Trauma verdrängt. Mit dem Trauma kommt aber auch der Körper ins Blickfeld. Denn als traumatisch erlebte Erfahrungen schreiben sich tief im Körper ein und können lebenslang getriggert werden. In der Körperpsychotherapie spielen schon lange Begriffe wie der Schreckreflex eine Rolle, die auf die Physiologie der traumatischen Kerne vieler schwererer psychischer und somatischer Symptomatologien verweisen.

Über den Körper können wir einen Zugang zu den tieferen Schichten des Erlittenen und noch heute Erlebten finden, eine Trennung von Erinnerung und Gegenwartswahrnehmung befördern und tiefergehende Heilungsprozesse ermöglichen.

12. - 14. November 2021  |  Dozent: Ulfried Geuter

Will man Erfahrungen ins Bewusstsein heben, bedarf es einer Sprache, die mit dem (Körper)Erleben verbunden ist. Körperpsychotherapie ist kein nonverbales Verfahren. Sie pflegt vielmehr eine erkundende Sprache, die körperliche Zustände oder Empfindungen in treffende Worte zu fassen versucht. 

Diese zeichnet sich aus durch nicht-wertendes Beschreiben, Nähe zum Erleben, Verbundenheit mit dem körperlichen Geschehen, Offenheit, Achtsamkeit und Bezug auf das Prozessgeschehen. Das Seminar widmet sich dieser Arbeit mit dem Wort in der Körperpsychotherapie.

14. - 16. Januar 2022  |  Dozent: Ulfried Geuter

Psychotherapie ist auch eine Kommunikation von Körper zu Körper. Als Therapeuten verstehen wir Patienten nicht zuletzt über unsere eigene leibliche Resonanz, die auf den Patienten zurückwirkt. In der Übertragung zeigen Patienten frühe Beziehungserfahrungen in Fantasien, Gedanken und Gefühlen sowie in affektmotorischen Mustern, die in der Beziehung zum Therapeuten aktiviert werden. Diese Muster sondieren wir in der Körperpsychotherapie im Hier und Jetzt der Beziehung und ermöglichen dabei korrigierende Erfahrungen in der Interaktion.

Buchung und Kosten

Die Fortbildung kann nur als ganze gebucht werden. Da zur Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen besonders große Räume angemietet werden müssen, sind die Kosten des zweiten Jahres höher als im Vorjahr. Sie betragen für das ganze Jahr 2.190,00€. Darin sind die Raumkosten enthalten.

Der Betrag kann als ganzer oder in zwei Raten à 1.100,00€ vor dem ersten und dem vierten Seminar entrichtet werden. Bei einer Ratenzahlung pro Seminar betragen die Kosten jeweils 325,00€. Zahlungen sind sechs Wochen vor Beginn eines Seminars fällig. 

Teilnehmer*innen des ersten Jahres haben bei der Vergabe der Plätze Vorrang.

Veranstaltungsort

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen wurde die Fortbildungsgruppe 2020 in Kirchenräume verlegt. Da es außerordentlich schwierig ist, geeignete ausreichend große und bezahlbare Räume zu finden, findet die Gruppe an wechselnden Orten in Berlin statt, die rechtzeitig vor Beginn der Seminare bekanntgegeben werden. Im Interesse der auswärtigen Teilnehmenden wird darauf geachtet, dass diese Orte möglichst verkehrsgünstig gelegen sind.

Zeiten

Freitag 18.00-21.00 Uhr
Samstag 9.30-13.00 und 14.30-18.00 Uhr
Sonntag 9.30-13.00 Uhr

IKW
Institut für körperpsychotherapeutische Weiterbildung

T +49 30 7870 7213